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Naturschutzgebiete


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Hunde stellen für viele Halter auch ideale Begleiter bei langen Wanderungen oder Streifzügen durch die Natur dar. Eine sehr kleine Fläche Deutschlands besteht draußen aus Naturschutzgebieten.

[ad#160×600-links]Wenn man Deutschland von oben sieht, zum Beispiel auf Google Earth oder beim Herunterschauen aus dem Flugzeugfenster während des Landeanflugs, dann zeigt sich ein wahrhaft erschreckendes Bild: wo weder Stadt noch Industrie die Erde ersticken, reiht sich Nutzfläche an Nutzfläche. Selbst was nicht ganz so krass genutzt aussieht wie das Ackerland, ist meistens keine Natur sondern lediglich Wirtschafts-Forst. Die geraden Linien, die man von oben darin sehen kann, sagen alles.

Zwischen diesen Flächen und den Siedlungsgebieten gibt es einige Naturschutzgebiete mit renaturierten oder tatsächlich Natur gebliebenen Arealen. Je nachdem welche Quelle man zurate zieht, beträgt der Anteil der Naturschutzflächen zwischen ganzen 3,3 und 3,5 Prozent an der Gesamtfläche Deutschlands.

Ein Naturland ist Deutschland also wirklich nicht. Umso wichtiger ist dieser doch fast schon verschwindend geringe Flächenanteil, der überhaupt noch der Natur vorbehalten ist. Die ausgewiesenen Naturschutzgebiete werden in unterschiedlichem Maße geschützt und nicht einheitlich behandelt. Denn es gibt solche, die man auf Wegen betreten kann, und andere, die überhaupt nicht betreten werden dürfen.

Natürlich ist das Wandern auf den Wegen in einem Naturschutzgebiet für jeden, der gern draußen ist, besonders attraktiv. Es ist nun mal nicht wirklich schön, auf oft schnurgeraden asphaltierten oder geschotterten Wegen zwischen sterilen Produktionsflächen in der Agrarsteppe umherzulaufen. Die forstwirtschftlichen Schotterstaßen – in der Ebene auch wieder schurgrade, rechter Winkel, geradeaus – vermitteln auch nicht gerade das Gefühl, in der Natur zu sein. Sehr oft sind aber die Wege in den Naturschutzgebieten nicht asphaltiert oder geschottert, sondern man läuft auf gewachsem Boden und mit Gelände-angepassteren Wegeverläufen. Das ist natürlich wesentlich angenehmer und vermittelt ein ganz anderes Gefühl des Draußenseins – es zieht magisch an, dort unterwegs zu sein. Wer also so etwas in der Nähe hat, geht da auch gern mit seinem Hund spazieren oder fährt extra zum Wandern in solche Gebiete.

[ad#160×600-rechts]Naturschutzgebiete werden deshalb geschützt, weil es dort besonders schützenswerte Biotope mit seltener Flora oder Fauna oder beidem gibt. Darum besteht in Naturschutzgebieten auch eine generelle Anleinpflicht für Hunde, meines Wissens in allen Bundesländern. Das ist in keiner Weise Schikane und auch überhaupt nicht hundefeindlich gemeint, sondern es ist mit Sinn und Verstand so geregelt worden. Denn auch eine Flora, die dem Auge des botanischen Laien vielleicht zunächst steril oder sogar robust erscheint, kann hoch empfindlich sein. Das betrifft sowohl die Zerstörung seltener und seltenster Arten durch das Herumlaufen der Hunde als auch die Anreicherung von Nährstoffen durch Exkremente bei starker Frequentierung auf besonders nährstoffarmen Standorten. Auch die Beunruhigung der frei lebenden Tiere ist natürlich das Gegenteil dessen, was im Naturschutzgebiet erreicht werden soll.

Wer einen Hund hat, beweist damit eigentlich, dass ihm an Tieren etwas gelegen ist. Das sollte doch wirklich für alle Tiere gelten. Und wer einen Hund hat, sucht der nicht auch über diesen Hund eine gewisse Nähe zum Natürlichen und Ursprünglichen?

Es lohnt sich, darüber einmal nachzudenken. Wer sich wirklich einmal darüber Gedanken gemacht hat, was ein Naturschutzgebiet eigentlich ist, wie wertvoll diese wenigen Flächen doch im Sinne des Natur- und Artenschutzes sind, der wird kaum seinen Hund in den wenigen Gebieten frei laufen lassen, wo der Naturschutz den Vorrang erhalten hat. Und zwar unabhängig davon, ob der Hund frei laufend zuverlässig gehorcht oder nicht.

Ich möchte alle diejenigen Hundehalter, die sich über so etwas bisher nie Gedanken gemacht haben, mit diesem Artikel motivieren, ihre Hunde in Naturschutzgebieten wirklich von sich aus an der Leine zu führen und sich daran zu freuen, dass es solche der Natur überlassenen Flächen in Deutschland überhaupt noch gibt. Ganz unabhängig davon, dass sie per Gesetz ohnehin dazu verpflichtet sind – einfach aus freien Stücken der Sache wegen. Und so machen sie auch nicht so einen miesen Eindruck, der im öffentlichen Ansehen auf die Gesamtheit aller Hundehalter immer wieder abfärbt.

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Tags: Hunde-ABC N

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  • Ein Hund ist ein Hund und daher hat er die Bedürfnisse eines Hundes und nicht die eines Menschen!

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