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Rangordnung


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Die Rangordnung ist ein Teil der stabilen Basis im Verhältnis von Mensch und Hund. Sie basiert nicht auf körperlichen Strafen.

[ad#160×600-links]Die Rangordnung ist viel mehr ein psychologisches Phänomen als ein körperlich die Kräfte messendes. Eine klare Rangordnung gehört zu den Grundbedürfnissen jedes Hundes. Wer mit Hunden umgehen können will, muss sich also über die Rangordnung zwischen sich selbst und dem Hund im klaren sein.

Wer einen Hund von klein auf hat, kann durch sein eigenes Verhalten die Rangordnung schon einspielen, bevor der Hund erwachsen ist. Das beginnt nämlich am Tag, an dem man den Hund zum ersten Mal sieht. Und ebenso ist die Rangordnung vom ersten Tag an strikt festzulegen, wenn man einen erwachsenen Hund übernimmt. Ungenutzte „Einlaufzeiten“ sind der Anfang späterer Probleme.

Auf psychologisch wirksame und und gewaltfreie Art demonstriert man die Rangordnung durch den täglichen Umgang mit dem Hund. Das geht schon damit los, wer als erster die Wohnung betritt oder aus der Wohnung wieder herausgeht. Der Hund darf nicht nach Belieben vorstürmen. Es geht weiter mit der Aufforderung zum Spiel. Der Ranghöhere beginnt das Spiel. Er beendet es auch wieder, wann es ihm beliebt. Er fällt nicht darauf herein, dass der Hund weiterspielen möchte, sondern setzt hier die klare Grenze: „Jetzt ist Schluss!“ Das ist ranghöheres Verhalten. Und darum kommt es auch an beim Hund. In seinem Kopf manifestiert sich mit solchen scheinbaren Kleinigkeiten die Reihenfolge, in der er sich im Verhältnis zu seinem Menschen wiederfindet.

Viele Menschen merken nicht, dass sie Forderungen ihres Hundes erfüllen. Denn der Hund fordert manchmal etwas, was dem Besitzer an und für sich ein inneres Bedürfnis ist. Beispielsweise fordern manche Hunde irgendwelche Häppchen an. Sie betteln, sagen viele Menschen. Das sieht aber nur so aus. In Wahrheit haben solche Hunde einen Weg gefunden, um ihren Menschen zu dominieren. Aus Hundesicht sieht das eher so aus: „Leckerlies her, ja!“ Wer darauf reagiert und den Hund sofort „bedient“, der demonstriert klar und deutlich „ich bin unterlegen, Du bist der Chef! Hier hast du das, was Du von mir verlangst.“ Dasselbe gilt für das Streicheln auf Anforderung des Hundes. Der Chef verteilt Aufmerksamkeiten und Beweise seiner Zuneigung dann, wenn er es aus eigenem Antrieb tun will. Nicht dann wenn das rangniedere Rudelmitglied das gern haben möchte.

Sie sehen, es ist gar nicht so schwierig, von vornherein das richtige Verhältnis herzustellen. Voraussetzung ist, dass man die eigenen Handlungen, sprich sich selbst, klar steuern kann und nicht Gefühlsduselei an die Oberfläche kommen lässt.

Hunde sind nun mal Egoisten, die unglaublich feine Antennen für die Reaktionen und das Bewusstsein ihres Gegenübers haben. Bleiben Sie innerlich der RudelchefIn, prüfen Sie alles, was sie tun, auf seine eventuelle Wirkung auf den Hund und sein Empfinden für die Reihenfolge in der Rangordnung. Dann werden Sie die meisten Probleme, die andere veranlassen, eine Hundeschule aufzusuchen, gar nicht erst bekommen. Und das vollkommen ohne Gewalteinwirkung oder schmerzhafte Gemeinheiten.

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Tags: Hunde-ABC R

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